Abnehmpillen im Test

Schlankmacher-Pillen werden in der Apotheke und in Reformhäusern in den verschiedensten Zusammensetzungen angeboten: Wir haben uns die Abnehmpillen im Test angesehen. Wer gravierende Gewichts- und Gesundheitsprobleme hat, sollte vor der Einnahme in jedem Falle seinen Hausarzt kontaktieren, zumal einige der Pillen rezeptpflichtig sind. Gut beraten ist, wer die verschiedenen Wirkgruppen der Abnehmpillen kennt und sein Wunschmedikament entsprechend zuordnen kann.

Fettblocker pushen die gesunde Diät

Unter den Abnehmpillen im Test sind die Fettblocker, auch Lipasehemmer genannt, nachweislich mit am wirksamsten. Sie sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz zugelassen, aber rezeptpflichtig. Fettblocker enthalten den Wirkstoff Orlistat. Dieser sorgt dafür, dass nur ein kleiner Teil der aufgenommenen Nahrungsfette vom Dünndarm resorbiert wird. Orlistat-Tabletten werden zweimal täglich vor den Mahlzeiten eingenommen. Die Fatburner-Diät verlangt allerdings eine vitaminreiche und fettarme Kostumstellung. Denn auch fettlösliche Vitamine werden bei der Fettblockierung mit ausgeschieden. Bereits kleine Esssünden werden zudem bestraft: Wer fetthaltige Speisen zu sich nimmt, riskiert schlimme Bauchkrämpfe und Durchfälle. Daher ist die ärztliche Kontrolle des Diätplanes unerlässlich. Andererseits berichteten 80 Prozent der Testpersonen, mit Orlistat dauerhaft ihr Bauchfett reduziert zu haben.

Appetithemmende Pillen: Die risikoreiche Wunderwaffe

Eine rezeptpflichtige Alternative ist die Adipositas-Therapie mit Tabletten, die das Hungergefühl im Gehirn dämpfen. Die meisten dieser Medikamente, die die Wahrnehmung der Hungerrezeptoren im Zwischenhirn beeinflussen, wurden wegen starker Nebenwirkungen wie Depressionen und Verengung der Herzkranzgefäße verboten. Einziger derzeit zugelassener Wirkstoff ist das Lorcaserin. Das US-Patent ist im Internet und über Ärzte erhältlich. Es aktiviert die Rezeptoren bestimmter Nervenzellen im Zwischenhirn. Dadurch tritt eine Appetithemmung und Sättigung ein. Das Risiko, Herz und Nervensystem zu schädigen, soll im Gegensatz zu den verbotenen Vorgängermedikamenten wie Sibutramin reduziert sein. Dennoch berichten Patienten über Atemnot, Herzrasen und Schlafstörungen. Somit ist eine ärztliche Begleitung dieser Pillen-Diät unverzichtbar.

Die Sattmacher: Abnehmpillen mit Ballaststoffen

Harmloser sind rezeptfreie Schlank-Pillen, die quellfähige Zellulose oder Collagene enthalten, welche sich im Magen um das bis zu 18-fache ausdehnen. Sie werden vor den Mahlzeiten eingenommen und dämpfen das Hungergefühl. Die Wirksamkeit dieser Abnehmpillen hielt im Test mit denen der Fett- und der Appetithemmer mit. Sie müssen jedoch Teil eines gesunde Ernährungsplanes sein und mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden. Sonst führen sie zu Verdauungsproblemen bis hin zum Darmverschluss.

Pflanzliche Abnehmpillen im Test

Eine natürliche, wenn auch nicht nebenwirkungsfreie Alternative sind pflanzliche Diätpillen. Diese enthalten Proteine und Spurenelemente aus Spirulina, sprich Algen, oder Gemüseextrakten. Sie kurbeln den Stoffwechsel an und damit die Fettverbrennung. Intelligente Abnehmpillen aus Auszügen der Tamarinde versprechen gar multifunktional zu wirken: Die enthaltenen Kaliumsalze sollen den Fettstoffwechsel neu regulieren, das Stresshormon Cortisol senken und somit natürlich sättigen. Dem steht eine erhöhte Glukose-Bildung entgegen, weswegen Diabetiker die Garcinia Cambogia genannte Pflanze meiden sollten. Guggulsterone aus der indischen Myrrhe kurbeln den Fettstoffwechsel an und wirken cholesterinsenkend. Sie regen andererseits die Schilddrüsenproduktion an, weswegen Schilddrüsen-Patienten sie nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt einnehmen sollten. Merkliche Gewichtsverluste lassen sich mit diesen pflanzlichen Abnehmpillen nicht erzielen. Sie kurbeln jedoch den Stoffwechsel an und ergänzen somit die gesunde Diät- und Bewegungsumstellung.

Umstrittener Pillen-Mix aus dem Internet

Chemisches Koffein, Kohlehydrat-Blocker, Glucosamine zum Fettbinden: Die Schlankmacher-Apotheke aus dem Internet lässt nichts aus. Die Stiftung Warentest warnt im Test von Abnehmpillen vor gefährlichen Cocktails insbesondere aus China, die außer stoffwechselfördernden HCA-Säuren, Guarana- und Koffeinextrakten auch das verbotene Sibutramin enthalten. Es ist im Beipackzettel vielfach nicht oder nur unverständlich deklariert. Ebenso wie Ephedrin-Zusätze in Mix-Medikamenten kann es zu Herzrasen, Schlaflosigkeit und Herzrhythmusstörungen führen. Gesünder und kostengünstiger leben Sie, wenn Sie auf solche Experimente verzichten und sich stattdessen fettarm, vitamin- und ballaststoffreich ernähren.

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